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"Das Jura- Meer und der Park im Naturpark"

Am Anfang war das Wasser. In den warmen Wellen des Jurameeres tummelten sich vor 150 Millionen Jahren Saurier, Fische, Seelilien, Seepferdchen und Seeschnecken, Krokodile und Schildkröten. Flugsaurier schwangen sich - Fledermäusen gleich - über die Weite eines riesigen Ozeans, der sich nach Südosten erstreckte.

Die ganze Schwäbische Alb ist ein Gebilde aus Schwämmen, Algen und Korallen, ein riesiger "Jurassic-Parc", gebildet aus den Hinterlassenschaften der Bewohner des Jurameeres nach dem Rückzug der Fluten. Die Korallen-Riffe haben sich zu Kuppen geglättet, stechen als bizarre Felsnadeln wie uralte Knochen heraus aus dem Buchengrün der vorwiegend bewaldeten Landschaft. Im Donaudurchbruch zwischen Fridingen und Sigmaringen ist dies eindrucksvoll zu bestaunen. Auf der Höhe - im sogenannten Schwenninger Becken - schließen sich die jahrmillionenalten Riffe zur Form eines Atolls und lassen sich noch heute an der geologischen wie botanischen Struktur anschaulich nachvollziehen. Das Meer zog sich vor rund 150 Millionen Jahren zurück. Seine Überreste bestimmen heute das charakteristische Landschaftsbild der Schwäbischen Alb.


Viel Steine gibt’s auf diesem mageren Kalkboden und wenig Brot - die Bauern taten sich schwer, ihren kargen Feldern das Auskommen abzuringen. Hunger und Auswanderung markieren die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte, bis die Industrialisierung - vorwiegend aus dem textilen und feinmechanischen Umfeld mit der Ansiedlung zahlreicher Filialbetriebe aus dem württembergischen Textilzentrum Ebingen/Tailfingen Anfang diesen Jahrhunderts den Wohlstand auf den Großen Heuberg und auch nach Schwenningen brachten.
Das Kalkgestein hat auf der Alb freilich auch eine herausragende botanische Kostbarkeit hinterlassen. Eine besondere Pflanzenvielfalt, wie sie sich in den Vorkommen geschützter Pflanzen wie Küchenschellen, Enzian, Fingerhut, Orchideen, Silberdisteln und der ganzen bunten Vielfalt der auf Magerwiesen zwischen Wacholderheiden gedeihenden Flora zeigt, in der sich eine bunte Schar seltener Falter und Insekten tummelt. Darunter natürlich auch die Schwenninger Bienen, die hier auf den bunten Wiesen so richtig schwelgen können.

Schwenningen, im Zentrum dieser gewaltigen geologischen Veränderung, liefert in Geologie und Botanik den Beweis für dieses frühe erdgeschichtliche Leben.
Die Einzigartigkeit dieser Biotope hat sich im Irndorfer Hardt ebenso bemerkenswert erhalten wie auf den Donaufelsen, im Finstertal und so manchem versteckten Orchideenhain, wo man das Jahr über bis zu 20 seltenste wildwachsende Orchideenarten entdecken kann.

Grün - die Farbe des Lebens, der Jugend und der Feiheit, - beherrscht mit Ausnahme der Wintermonate das Landschaftsbild der weiten Hochfläche mit ihren Buchenwäldern und Tannenforsten, dem ausgedehnten Weideland, das dem Großen Heuberg seinen Namen gab und dem Magerrasen der Wacholderheide. Grün ist dieses Land, frisch und gesund, beruhigend für das Auge, belebend für das Herz. Schwenningen bietet seinen Gästen die Gelegenheit, das Füllhorn der umgebenden Natur auf vielen geführten Wanderungen und Exkursionen zu erschließen. Schwenningen ist der Park im Naturpark.